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Bürgerschaftliche Nahwärme und die kommunale Wärmewende – stimmt der Rahmen?

Online  Dienstag, 10:00–15:00 Uhronline (zoom)

Die Wärmeversorgung der Zukunft wird bundespolitisch gesteuert und lokal umgesetzt. Dabei ist entscheidend, wie stimmig der gesetzliche Rahmen der Wärmewende aus Gebäudeenergiegesetz (GEG), Wärmeplanungsgesetz (WPG) und den zugehörigen Förderinstrumenten in der Praxis wirkt. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie Kommunen die Transformation mit konkreten, praxistauglichen Maßnahmen gestalten können, die über die Erstellung von Wärmeplänen hinausgehen.

Gerade in dicht bebauten Quartieren und „schwer zu versorgenden“ Gebieten können bürgerschaftlich getragene Nahwärmenetze, die beispielsweise Erdwärme nutzen, ein wichtiger Baustein sein. Solche Modelle stärken nicht nur die Klimawirkung, sondern können auch die Gemeinwohlorientierung und die gesellschaftliche Mitwirkung bei der Wärmewende erhöhen.

Projektergebnisse, Praxisbezug und Diskussion

Zu Beginn der Veranstaltung werden die Ergebnisse des von der DBU geförderten Projekts „Urbane Anergienetze als Instrument der Wärmewende“ der Hochschule Bremen und von energiekonsens vorgestellt. Konkret werden Erfahrungen aus einem Projekt in Bremen präsentiert und die Frage aufgeworfen, wie bürgerschaftliche Nahwärmenetze gezielt unterstützt und weiterverbreitet werden können.

Ergänzend werden aktuelle Erkenntnisse zur kommunalen Wärmeplanung präsentiert. Eine kritische Einordnung des regulativen Rahmens und seiner Weiterentwicklung bildet den Abschluss des Programms.

Referent:innen

Robert Riechel • Deutsches Institut für Urbanistik (Difu) chevron-down

Vortrag: Kommunale Wärmeplanung als Rahmen lokaler Transformation 

Wärmeplanung ist mehr als ein Planungsprozess. Sie kann der Ausgangspunkt für konkrete Umsetzung werden. Robert Riechel beleuchtet anhand aktueller Erfahrungen, welche Faktoren kommunale Wärmeplanung wirksam machen, wo Kommunen typischerweise an Grenzen stoßen und wie aus Strategien tatsächlich Maßnahmen und Projekte vor Ort entstehen.

Dr. Veit Bürger • Öko-Institut e.V. chevron-down

Vortrag: Stimmt der Rahmen? Eine kritische Betrachtung der Gestaltung der Wärmewende.

Wie gut greifen das Gebäudeenergiegesetz, das Wärmeplanungsgesetz und die Förderinstrumente in der Praxis ineinander und wo entstehen Lücken, Unsicherheiten oder Fehlanreize? Veit Bürger liefert eine fundierte Einordnung des aktuellen Rahmens und zeigt auf, welche Stellschrauben entscheidend sind, damit die Wärmewende vor Ort wirksam und umsetzbar wird.

Jonas von Obernitz • Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV) chevron-down

Kommentar: Genossenschaften & Bürgerwärme

Wie lassen sich bürgerschaftliche Nahwärmelösungen in Städten tragfähig organisieren? Jonas von Obernitz ordnet die Potenziale genossenschaftlich organisierter Nahwärmenetze im Kontext der urbanen Wärmewende ein. Dabei stehen Erfolgsfaktoren wie Beteiligung, Trägerschaft, Finanzierung und Umsetzbarkeit in der Praxis im Fokus.

Phillip Metz • ErdwärmeDich Anergienetze e.G. chevron-down

Kommentar: Von der Idee zur Umsetzung

Wie wird aus einer guten Idee ein umsetzbares Wärmeprojekt? Philipp Metz (ErdwärmeDich Anergienetze e. G.) berichtet aus der Praxis einer bürgerschaftlich getragenen Initiative aus Bremen, die sich für die Umsetzung von Erdwärme- und Anergienetzlösungen in Quartieren engagiert. Im Kommentar zu den Projektergebnissen geht es um zentrale Fragen der Umsetzung. 

Programm

10.00 Uhr: Winfried Osthorst (Hochschule Bremen) Begrüßung

10.10 Uhr: Ulf Jacob (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) Projekte und Förderung der kommunalen Wärmewende

10.15 Uhr: Teil 1: Projektergebnisse & Praxisperspektiven: Urbane Anergienetze als Instrument der Wärmewende? 
Zentrale Forschungsergebnisse seitens des Projektteams (Hochschule Bremen und energiekonsens)

11.00 Uhr: Jonas von Obernitz (DGRV)

11.30 Uhr: Phillip Metz (ErdwärmeDich Anergienetze e.G.)

12.00 Uhr: Mittagspause

13.00 Uhr: Teil 2: Rahmenbedingungen & lokale Transformation

13.05 Uhr: Robert Riechel (Difu)

13.45 Uhr: Dr. Veit Bürger (Öko-Institut)

14.15 Uhr: Fragen und moderierte Diskussionsrunde mit allen Referent:innen

15.00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Für wen ist die Veranstaltung?

Die Veranstaltung richtet sich an Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft, an Energieinitiativen sowie an bürgerliche, genossenschaftliche und kommunale Akteur:innen, die die Wärmewende aktiv gestalten und die Umsetzung vor Ort beschleunigen wollen.

Weitere Informationen
Teilnahme
kostenfrei
Veranstaltende
Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Hochschule Bremen, Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens
Ort
Hybrid
online - Bremer Landesvertretung in Berlin
Weiteres
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Eine Anmeldung ist ab Mitte März 2026 möglich. Schauen Sie dann gerne auf unserer Webseite vorbei. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.
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